Warum Ihr altes Auto mehr wert ist, als Sie glauben
In Deutschland gelten strenge Maßstäbe: Wenn der TÜV abgelaufen ist, die Reparaturliste lang wird und die Werkstatt nur noch den Kopf schüttelt, scheint der Weg zum Schrottplatz vorgezeichnet. Doch was in Deutschland als wertloses Altfahrzeug gilt, ist in vielen Teilen der Welt ein begehrtes Gebrauchsfahrzeug.
Wir sind spezialisiert auf den Ankauf von Fahrzeugen, die auf dem deutschen Markt kaum noch einen Abnehmer finden – und wir zahlen Ihnen deutlich mehr als den Schrottpreis. Der Grund: Wir haben direkte Verbindungen zu Händlern und Werkstätten in Osteuropa, Nordafrika und dem Nahen Osten, wo diese Fahrzeuge aufbereitet und weitergenutzt werden.
Welche Fahrzeuge eignen sich für den Export?
Fahrzeuge ohne TÜV: Der TÜV ist eine deutsche Besonderheit. In den meisten Exportländern spielt die deutsche Hauptuntersuchung keine Rolle. Ein Fahrzeug, das wegen Mängeln durch den TÜV gefallen ist, kann im Ausland problemlos zugelassen und weitergefahren werden. Rost an tragenden Teilen, Ölverlust, defekte Beleuchtung, verschlissene Bremsscheiben – alles Dinge, die den deutschen TÜV scheitern lassen, aber im Export kein Problem darstellen.
Fahrzeuge mit hoher Laufleistung: 200.000 km, 300.000 km oder mehr? In Deutschland gelten solche Fahrzeuge als am Ende ihres Lebens. In anderen Märkten werden sie als solide Gebrauchtwagen betrachtet. Besonders deutsche Dieselfahrzeuge – Mercedes E-Klasse, VW Passat, BMW 3er – sind für ihre Langlebigkeit bekannt und werden im Export mit Laufleistungen jenseits der 400.000 km noch geschätzt und gefahren.
Alte Fahrzeuge: Baujahr 2005 und älter? In Deutschland fast unverkäuflich, auf dem Exportmarkt durchaus gefragt. Ältere Mercedes-Modelle (W124, W202, W210, W211), Toyota Land Cruiser, VW T4/T5 oder Opel Astra sind Exportschlager.
Fahrzeuge mit diversen Mängeln: Ein Auto, das gleichzeitig keinen TÜV hat, 250.000 km gelaufen ist, Rost hat und eine defekte Klimaanlage – in Deutschland würde das kein Händler anfassen. Wir schon. Solange Motor und Getriebe funktionieren, hat das Fahrzeug einen Export-Wert.
Dieselfahrzeuge mit Fahrverbot: Seit den Diesel-Fahrverboten in deutschen Innenstädten sind viele ältere Diesel praktisch unverkäuflich geworden. Dabei sind es technisch einwandfreie Fahrzeuge, die auf dem Exportmarkt sehr gefragt sind. Euro-4- und Euro-5-Diesel, die in Deutschland nicht mehr in Umweltzonen fahren dürfen, werden im Ausland noch jahrelang gefahren.
Was bestimmt den Exportwert eines Fahrzeugs?
Der Exportwert unterscheidet sich fundamental vom deutschen Gebrauchtwagenwert. Folgende Faktoren sind entscheidend:
Motor und Getriebe: Das Wichtigste. Solange der Antriebsstrang funktioniert, hat das Fahrzeug einen Wert. Kosmetische Mängel, fehlender TÜV oder hohe Laufleistung spielen eine untergeordnete Rolle.
Marke und Nachfrage: Mercedes, Toyota und VW sind die gefragtesten Exportmarken. Besonders Mercedes-Diesel (C-Klasse, E-Klasse, Sprinter) erzielen gute Exportpreise. Auch Opel, Ford und Renault sind in bestimmten Regionen stark nachgefragt.
Karosserieform: Limousinen und Kombis sind exportstärker als Coupés oder Cabrios. SUVs und Geländewagen erzielen in Afrika und dem Nahen Osten Spitzenpreise.
Exportfähigkeit: Das Fahrzeug muss eigenständig auf einen Transporter rollen können – das reicht. Es muss nicht straßenzugelassen sein und keinen gültigen TÜV haben.
Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt vs. der Exportmarkt
In Deutschland ist der Gebrauchtwagenmarkt stark reguliert: TÜV-Pflicht, Umweltzonen, Gewährleistungspflicht für Händler, strenge Abgasnormen. All das drückt den Wert älterer Fahrzeuge nach unten. Viele Autos werden verschrottet, die technisch noch Jahre fahren könnten.
Auf dem Exportmarkt gelten andere Regeln. Die Nachfrage nach bezahlbaren, robusten Fahrzeugen ist enorm. Ein 15 Jahre alter Mercedes E200 CDI mit 280.000 km, der in Deutschland vielleicht 1.500 Euro wert ist, erzielt im Export 3.000 bis 4.000 Euro. Ein Toyota Land Cruiser mit hoher Laufleistung ist in Afrika praktisch Gold wert.
Verschrotten vs. an uns verkaufen
| Option | Erlös (typisch) | Aufwand |
|---|---|---|
| Schrottplatz / Verwertung | 50 – 300 € | Selbst hinbringen |
| Privatverkauf (Kleinanzeigen) | 300 – 1.500 € | Wochen, viel Stress |
| Ankauf durch uns | 500 – 5.000+ € | 24h, kein Aufwand |
Der Preisunterschied erklärt sich durch unsere direkten Exportwege: Wo der Schrottplatz nur den Materialwert sieht, sehen wir ein funktionierendes Fahrzeug mit Käufer.
Häufige Situationen, in denen Kunden zu uns kommen
TÜV abgelaufen, Reparatur zu teuer: Die häufigste Situation. Der TÜV ist fällig, die Mängelliste lang, die Werkstatt schätzt 2.000 Euro – bei einem Fahrzeugwert von 1.500 Euro. Statt zu reparieren, verkaufen Sie an uns und investieren den Erlös in ein neues Auto.
Diesel-Fahrverbot: Ihr Euro-4- oder Euro-5-Diesel darf nicht mehr in die Umweltzone. Der Privatverkauf zieht sich, weil auch deutsche Käufer das Fahrverbot abschreckt. Wir nehmen das Fahrzeug sofort – auf dem Exportmarkt spielen deutsche Umweltzonen keine Rolle.
Erbe oder Auflösung: Sie haben ein Fahrzeug geerbt oder wickeln einen Nachlass ab. Das Auto steht, rostet, kostet Versicherung – und Sie wollen es schnell und unkompliziert loswerden. Genau dafür sind wir da.
Stillgelegt seit Jahren: Das Auto steht seit zwei Jahren in der Garage. Bremsen fest, Batterie tot, Reifen platt. Für den deutschen Markt wertlos – für den Export nicht. Wir holen auch stehende Fahrzeuge ab.