Motorschaden – was nun?
Ein Motorschaden gehört zu den teuersten Reparaturen, die ein Fahrzeug treffen können. Die Werkstatt nennt einen Betrag, der oft den aktuellen Fahrzeugwert übersteigt – und plötzlich steht man vor einer schwierigen Entscheidung: Reparieren lassen, verschrotten oder verkaufen? Die gute Nachricht: Ein Fahrzeug mit Motorschaden hat fast immer noch einen echten Wert. Getriebe, Karosserie, Elektronik, Innenausstattung, Felgen und hunderte weitere Teile sind in der Regel völlig intakt und gefragt.
Genau hier kommen wir ins Spiel. Als spezialisierter Ankaufdienst für Fahrzeuge mit Motorschaden bewerten wir Ihr Auto nicht nur nach dem defekten Motor, sondern nach dem Gesamtwert aller verwertbaren Komponenten. Das Ergebnis: Sie erhalten deutlich mehr als bei einer Verschrottung – und deutlich weniger Stress als bei einem Privatverkauf.
Welche Motorschäden kaufen wir an?
Grundsätzlich gilt: Wir kaufen jedes Fahrzeug mit jedem Motorschaden. Es gibt keinen Defekt, der für uns ein Ausschlusskriterium darstellt. Hier eine Übersicht der häufigsten Schäden, mit denen Kunden zu uns kommen:
Kopfdichtungsschaden: Einer der häufigsten und gefürchtetsten Defekte. Wasser im Öl, weißer Rauch aus dem Auspuff, Kühlwasserverlust – die Symptome sind eindeutig. Eine Reparatur kostet je nach Fahrzeug zwischen 1.200 und 3.500 Euro, bei manchen Modellen deutlich mehr. Besonders betroffen sind ältere BMW-Reihensechszylinder, bestimmte Opel-Motoren und diverse VAG-Aggregate.
Steuerkette oder Zahnriemen gerissen: Wenn die Steuerkette springt oder der Zahnriemen reißt, ist der Folgeschaden oft verheerend. Ventile treffen auf Kolben, der gesamte Zylinderkopf kann zerstört werden. Reparaturkosten: 2.000 bis 6.000 Euro. Besonders bekannt für Steuerkettenprobleme sind die TSI-Motoren von VW sowie einige BMW-Vierzylinder der N-Serie.
Kolbenfresser: Mangelnde Schmierung, Überhitzung oder ein defektes Kühlsystem können zum Kolbenfresser führen. Der Motor blockiert, das Fahrzeug bleibt stehen. Eine Instandsetzung ist wirtschaftlich fast nie sinnvoll – hier liegt der Reparaturaufwand bei 4.000 bis 8.000 Euro und mehr.
Turboladerschaden: Moderne Turbomotoren sind effizient, aber empfindlich. Ein defekter Turbolader äußert sich durch Leistungsverlust, Ölverbrauch oder pfeifende Geräusche. Je nach Modell kostet ein neuer Turbo mit Einbau zwischen 1.500 und 4.000 Euro.
Pleuellagerschaden: Das markante Klopfen aus dem Motorblock signalisiert meist das Ende. Die Kurbelwelle ist beschädigt, der Motor muss komplett getauscht oder aufwändig instandgesetzt werden. Kosten: 3.000 bis 7.000 Euro.
Ölverbrauch und Kolbenringe: Viele Motoren entwickeln mit der Zeit erhöhten Ölverbrauch. Wenn ein Liter auf 1.000 Kilometer nicht mehr reicht, sind verschlissene Kolbenringe oder defekte Ventilschaftdichtungen die Ursache. Die Reparatur erfordert eine aufwändige Motorzerlegung.
Was ist mein Auto mit Motorschaden noch wert?
Diese Frage hören wir täglich. Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab, die wir alle in unsere Bewertung einbeziehen:
Fahrzeugtyp und Modell: Ein BMW 530d mit Motorschaden hat einen anderen Restwert als ein Fiat Punto. Gefragte Modelle erzielen auch mit Defekt bessere Preise, weil die Nachfrage nach ihren Teilen höher ist.
Baujahr und Laufleistung: Neuere Fahrzeuge mit geringer Laufleistung haben mehr verwertbare Substanz. Ein drei Jahre alter Golf mit 60.000 km und Motorschaden ist deutlich mehr wert als dasselbe Modell mit 280.000 km.
Zustand der restlichen Komponenten: Getriebe intakt? Karosserie rostfrei? Innenraum gepflegt? Gute Reifen? Je besser der Gesamtzustand, desto höher der Preis.
Art des Motorschadens: Ein Turboschaden ist günstiger zu beheben als ein Kolbenfresser. Das beeinflusst den Restwert, weil der potenzielle Reparaturaufwand in die Kalkulation einfließt.
Typische Reparaturkosten bei Motorschäden
| Schadenart | Kosten (ca.) | Dauer |
|---|---|---|
| Kopfdichtung wechseln | 1.200 – 3.500 € | 2–4 Tage |
| Zahnriemen / Steuerkette | 800 – 2.500 € | 1–2 Tage |
| Turbolader erneuern | 1.500 – 4.000 € | 1–3 Tage |
| Kolbenfresser / Motortausch | 4.000 – 8.000 € | 5–10 Tage |
| Pleuellagerschaden | 3.000 – 7.000 € | 5–8 Tage |
| Ölpumpe defekt | 800 – 2.000 € | 1–3 Tage |
| Injektoren / Einspritzanlage | 1.000 – 3.000 € | 1–2 Tage |
Die tatsächlichen Kosten variieren je nach Fahrzeugmodell und Werkstatt erheblich. Bei vielen dieser Schäden übersteigen die Reparaturkosten den Zeitwert des Fahrzeugs – genau dann lohnt sich der Verkauf an uns.
Wann lohnt sich die Reparatur – und wann der Verkauf?
Als Faustregel gilt: Wenn die Reparaturkosten mehr als 60 Prozent des aktuellen Fahrzeugwerts betragen, lohnt sich die Reparatur wirtschaftlich nicht mehr. Doch es gibt weitere Faktoren zu bedenken:
Alter des Fahrzeugs: Bei einem zwei Jahre alten Fahrzeug mit Motorschaden kann sich die Reparatur durchaus lohnen – der Restwert nach Reparatur ist hoch genug. Bei einem zwölf Jahre alten Fahrzeug mit 200.000 km sieht die Rechnung anders aus.
Folgeschäden: Ein Motorschaden kommt selten allein. Wurde das Fahrzeug trotz Warnsignalen weitergefahren, können Folgeschäden an Getriebe, Kühlung oder Elektronik vorliegen, die die Gesamtkosten weiter treiben.
Verfügbarkeit von Ersatzteilen: Bei exotischen Fahrzeugen oder ausgelaufenen Modellen können Ersatzteile schwer beschaffbar und überteuert sein. Das macht die Reparatur oft unwirtschaftlich.
Ablauf: So verkaufen Sie Ihr Auto mit Motorschaden an uns
Der Verkaufsprozess ist bewusst einfach gehalten, damit Sie so wenig Aufwand wie möglich haben:
Schritt 1 – Anfrage stellen: Nutzen Sie unser Formular oder rufen Sie uns an. Wir brauchen zunächst nur die Grunddaten: Marke, Modell, Baujahr, Kilometerstand und eine kurze Beschreibung des Schadens. Fotos sind hilfreich, aber kein Muss.
Schritt 2 – Angebot erhalten: Innerhalb von 30 Minuten erhalten Sie unser verbindliches Angebot. Kein Verhandeln, kein Nachbessern – der genannte Preis gilt.
Schritt 3 – Abholung und Auszahlung: Wenn Sie unser Angebot annehmen, organisieren wir die kostenlose Abholung an Ihrem Standort. Die Auszahlung erfolgt bei Übergabe – bar oder per Sofortüberweisung. Wir kümmern uns auch um die Abmeldung beim Straßenverkehrsamt.
Warum nicht privat verkaufen?
Natürlich können Sie versuchen, Ihr Auto mit Motorschaden privat zu verkaufen – über Kleinanzeigen, mobile.de oder andere Plattformen. Die Erfahrung zeigt aber: Das ist oft frustrierend und zeitaufwändig. Hier die typischen Probleme beim Privatverkauf:
Interessenten versuchen, den Preis massiv zu drücken. Sie wissen, dass Sie unter Druck stehen und das Fahrzeug loswerden müssen. Viele erscheinen nicht zu vereinbarten Terminen. Manche Käufer reklamieren nach dem Kauf, obwohl der Schaden bekannt war. Die Anzeige steht wochenlang online, das Fahrzeug blockiert den Stellplatz, und die Versicherung läuft weiter.
Bei uns ist der gesamte Verkauf in der Regel innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen. Kein Inserieren, kein Warten, kein Verhandeln.
Was passiert mit meinem Fahrzeug nach dem Ankauf?
Je nach Zustand und Modell gibt es verschiedene Wege: Fahrzeuge mit kleineren Motorschäden werden repariert und als Gebrauchtwagen weiterverkauft – oft auf dem europäischen Export-Markt, wo die Nachfrage hoch ist. Fahrzeuge mit wirtschaftlichem Totalschaden werden fachgerecht zerlegt. Alle verwertbaren Teile – Getriebe, Achsen, Elektronikmodule, Sitze, Türen, Felgen – werden dem Ersatzteilmarkt zugeführt. Was nicht mehr verwertbar ist, wird umweltgerecht recycelt.
So stellen wir sicher, dass jedes Fahrzeug seinen maximalen Restwert erzielt – und genau deshalb können wir Ihnen einen fairen Preis bieten, der deutlich über dem Schrottwert liegt.